Und irgendwann ist es dann soweit … und dein Herz sagt. Schluss, Ende, vorbei…

Wenn´s am Schönsten ist, soll man aufhören, sagt ein Sprichwort. Und im Moment habe ich das Gefühl, genau das hier, Florida, die Everglades und vor allem auch die Keys sind mein fulminantes Finale einer unglaublich schönen, aufregenden, erstaunlichen, wunderbaren und einzigartigen Reise durch die Staaten… Ich würde bleiben, wenn ich könnte, doch die ESTA-Permission erlaubt nur 90 Tage und so was wie einmal ausreisen, dann wieder rein geht auch nicht.

Die letzten Tage habe ich mich immer wieder mit den gleichen Gedanken beschäftigt… 13 Stunden Flug nach Buenos Aires, noch mal alles auf Null, neues Land, große Stadt, andere Gebräuche und Kultur, eine Sprache, die ich kaum spreche… und in mir hat sich ein Widerstand aufgebaut… es fühlte sich anstrengend an, ich fühlte mich an der Grenze meiner bereits weit ausgedehnten Lernzone.

Und da ist auch noch das Gefühl so unendlich reich beschenkt zu sein mit all den wunderbaren Erlebnissen, Landschaften und Menschen, die ich hier in USA die letzten 3 Monate erleben durfte. Wie ein Kind unter dem Weihnachtsbaum angesichts des überquellenden Gabentisches … eines mehr und ich platze?!

Die Zeit hier war extrem intensiv, ein volles Programm, das ich mir selbst gewählt habe und keine Minute missen möchte… diese Intensität hat sich jetzt einen Schlusspunkt gesucht hier in dem unbeschreiblich schönen Florida. Und wie bei jedem Feuerwerk: nach dem Finale kommt nichts mehr… Da ist dann Schluss, Ende, vorbei. Zurück bleibt das Gefühl ein wunderbares und einmaliges Erlebnis geschenkt bekommen zu haben. Nach viel Wow und Huiii geht man dann mit einem Dauergrinsen im Gesicht nach Hause in Vorfreude auf ein nächstes, vielleicht nächstes Jahr?

Ich gehe jetzt nach Hause – mit einem übervollen Herzen, Tausenden, meine Seele berührenden Bildern und säckeweise neuen Ansichten und Einsichten – in mich und andere Kulturen… von Myanmar ging’s über Thailand nach China, weiter nach Bali und Australien, jetzt drei Monate USA von Nordwest nach Südost. Ich war in der nördlichsten Stadt und am südlichsten Ende… Und ich bin unendlich dankbar all die Herausforderungen, auch Anstrengungen, Unsicherheiten und Unvorhergesehenheiten bravourös gemeistert zu haben. Und ja, ich sag das jetzt mal ganz deutlich (auch wenn das in Deutschland nicht gut kommt): ICH BIN UNENDLICH STOLZ diese meine Lebensreise gelebt zu haben und sie wird nicht die letzte gewesen sein. Das weiß ich sicher. Und ich bin auch stolz darauf, jetzt meinem Herzen zu folgen und nicht einen Plan zu erfüllen. Und ich freue mich – unendlich – auf meine Familie, meine Freunde, meine Kollegen und Kunden (die ihr so unglaublich wart all die Monate!!! Danke für eure Begleitung!). Und – ja – auch auf mein München ;-).

Die verbleibende Zeit meines Auszeitjahres weiß ich schon jetzt wohl zu nutzen…. euch alle, die ich liebe zu umärmeln hat Prio 1, doch da gibt es noch ein Vorhaben, das ich für meine Rückreise geplant hatte. Dafür werde ich die letzten 7 Wochen nutzen. Und ihr seid die ersten, die erfahren werden, was ich da so treibe.

Meine Reise ist also nicht zu Ende, wenngleich nicht mehr angetrieben durch Flugzeuge, Autos oder Schiffe … sie geht weiter in mir und wird sich auch weiterhin niederschlagen in Reiseberichten und Fotos… nur in einer verinnerlichten Form.

Ich danke euch für eure herzliche Begleitung all die Monate durch all meine Kapriolen!

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2 Antworten

  1. hermann sagt:

    Ein Ansporn an uns alle, seinem Herzen zu folgen. Ich bewundere Deinen Mut, deine Entschlossenheit und bin noch mehr gespannt auf Deine innere Reise. lg hermann