Thailand – der Norden …

Knapp fünf Wochen bin ich nun auf Achse – im wahrsten Sinne des Wortes. Zwei- oder dreitäglich habe ich die Location gewechselt, ein- und ausgepackt, eine neue Unterkunft bezogen, neue schöne Plätze dieser Erde genießen und erschließen dürfen. Nein, angestrengt hat mich das nicht… ich liebe die Veränderung – also auch das neu entdecken. ABER – ich habe soooo viele Fotos, Texte und Einsichten, die wollen sortiert und geschrieben und gestaltet werden. Chiang Mai schien mir dafür der richtige Platz – um inne zu halten, nach zu sinnen und empfinden, anzukommen und zu bleiben. Warum Chiang Mai? Ja mei (wie der Bayer sagt) – hab viel darüber gelesen – u.a. in den Blogs der Digitalen Nomaden. Und die Stadt hat gehalten, was die Erzählungen versprachen…. Fallen in Love with Chiang Mai.

  1. Februar

Ankunft in Chiang Mai und wie versprochen wartet Mr. Nons Bruder Tar auf mich. Er hatte allerdings kein Hotel gebucht, also auf die Suche, die sich schwierig gestaltet, da die ganze Stadt ausgebucht ist. Etwas außerhalb lande ich in einem wunderschönen Resort, das Navalai River Resort – höchst exklusiv! Wunderbare Anlage mit kleinen Reisfeldern, Tempel, schöne Holzbauten und einem wundervollen suitenartigen Zimmer vom Feinsten! Ich genieße diese eine Nacht hier und einen dreiviertel-Tag, dann ziehe ich in ein günstigeres Hotel. Sehr nett, aber leider weit weg von der Stadt. Ich suche also weiter und werde fündig. Das Karinthip-Village schaut gut aus mit Pool, idyllische Anlage und in Fußweite zum Fluss und zur Altstadt. Perfekt. Eingebucht für 2 Wochen. Hier werde ich also erstmal richtig wohnen in Chiang Mai… mal sehen wie ich eintauchen kann in die Stadt!

P.S. alle AirBNB-Unterkünfte waren ausgebucht (was ja ursprünglich mein Plan war) – man sagte mir eben wegen des Chinese New Year sei die Stadt so voll.

 

Chiang Mai ff

Nun sind es schon 5 Tage hier … und ich fühle mich „fast“ zu Hause. Das Karinthip ist die perfekte Wahl gewesen… im nu bin ich zu Fuß an allen Attraktionen: die Altstadt mit ihren etwa 200 (!) Tempeln (da hab ich grad mal 1/10tel gesehen… jeder für sich eine Attraktion), die ruhigen Gassen, die Cafes und Restaurants – alles in 10-20 Minuten Entfernung. Einmal um den Wassergraben entlang der alten (teils noch sichtbaren) Stadtmauer würde wohl so zwei Stunden dauern… ich mach´s in Etappen.

Am Samstag war ich auf dem Nightmarket (auch fußläufig erreichbar) und traf Doris aus Basel. Wir haben uns angefreundet und sie ist so froh mich getroffen zu haben (das ist eine weitere Geschichte, wie die von Silvia, denn ihr Mann ist gestorben mit dem sie 17 Jahre immer hier war und dieses Jahr eigentlich hier ihre Silberhochzeit feiern wollte). Sie war ganz happy und wir haben am Sonntag dann gemeinsam Ausflüge gemacht. Mit dem Tuktuk durch die Stadt, eine Bootstour auf dem Mae Nam Ping, zum Sunday Market und abends hat sie mich in ihr Lieblingshotel (in dem sie stets mit ihrem Mann war) zum Buffet eingeladen. Zum Schluss sagte sie mir, dass sie nun in guten Gefühlen die Stadt und das Hotel verabschieden könne und wohl nie mehr hierher zurückkehren werde. Ich freue mich, dass ich mit ihr ein paar schöne Stunden in Erinnerung verbringen durfte ;-)

 

Montag, 15. Februar

Der Wecker ist gestellt… ich möchte zur Öffnung an der chinesischen Botschaft sein. Bis auf das Formular bin ich gut vorbereitet… was die alles haben wollen! Und es flutscht. Ich gebe alles brav ab, am Donnerstag kann ich alles wieder holen! Und dann ist China gebongt! Juhu!!!

Im Anschluss streife ich durch die Straßen der Altstadt, trinke Cappuccino, schaue mir die auf dem Weg liegenden, wundervollen Tempel an. Es ist eine relaxte Stadt, in den kleinen Gassen fast dörflich… Am Wassergraben entlang fühle ich mich ein wenig wie bei uns in München am Nymphenburger Kanal.

Kurz vor dem Hotel gehe ich noch in einen Tourshop und habe Glück! Der junge Mann spricht ausgezeichnet englisch, berät mich gut und wir unterhalten uns noch ein wenig… jetzt weiß ich, welche Ausflüge ich noch machen werde in den nächsten Tagen!

In den Doi Inthanon National Park mit dem höchsten Berg Doi Inthanon (2656 m) und nach Chiang Rai und ins goldene Dreiecke (Thailand, Myanmar, Laos). Und den botanischen Garten werde ich auch noch anschauen…

 

Dienstag, 16. Februar

Heute ist ein wenig Job angesagt… per Skype werde ich mit verschiedenen meiner Lieblingskunden ihre aktuellen Themen besprechen. Ich freu mich drauf! Und es flutscht… nur nicht per Skype sondern per WhatsApp-Telefonie. Ist zwar ohne Bild, dafür umso besser in der Sprachqualität. Mit den Zeiten darf ich acht geben, denn was in Deutschland der Vormittag ist beginnt hier ja mit 6 Stunden Verspätung. So ein halber „Arbeits“-Tag am Pool ist großartig! Ich spüre, wie mein Coachherz sich freut und genießt, dass es abgefordert wird!

Abends stromere ich noch über den Nachtmarkt und entdecke eine wundervolle Ecke mit Essensständen und im Stundentakt wechselnder Livemusik… my place!

 

Mittwoch, 17. Februar

Los geht´s in den Doi Inthanon National Park! Ich freue mich! Mit einem Privatwagen werde ich komfortabel über den Highway und die schönen Bergstraßen ganz hoch auf den Gipfel gefahren (so macht sogar mir Bergsteigen Spaß! Haha). Oben angekommen angenehme 19 Grad (das wusste ich schon von Doris, meiner Schweizer Bekanntschaft hier in Chiang Mai, dass es oben oft kühl sein kann). Ich laufe los den ausgeschilderten Nature-Trail entlang und befinde mich unmittelbar im Nebel-Urwald Thailands! Eine faszinierende Vegetation! Hier wird die Natur sich selbst überlassen… die Bäume, Lianen, Farne und Orchideen wetteifern um den schönsten Platz an der Sonne. Die Rhododendren blühen in weiß und rot, rosafarbene Kletterpflanzen überwuchern ganze Flächen und immer wieder spitzeln Orchideen an den Baumgabelungen oder Ästen hervor. Wunderbar! Glückskind wie ich bin läuft vor mir ein französisches Paar mit Führer… sie stehen ganz still auf einer kleinen Brücke und der Führer zeigt auf etwas… ich nähere mich leise. Und er zeigt mir winzig kleine Vögel – eine ganze Schar – in schillerndbuntem Gefieder, die durch die Äste des Gesträuchs hüpfen! Wundervoll … ich schließe mich der kleinen Gruppe an – mit meinen wenigen Französisch-Kenntnissen und der Übersetzungshilfe des Führers haben wir nette Gespräche über die Schönheit der Natur, fotografieren uns gegenseitig und machen uns aufmerksam, wenn wir etwas entdecken. Eine wunderbare Stunde lang sind wir Vier Teil dieses geheimnisvollen, wundervollen Urwaldes… dann trennen sich unsere Wege wieder.

Ich werde zum nächsten Trail gefahren. Hier lässt sich eine große Wanderung machen – aus Achtsamkeit (weil die Touris wahrscheinlich schon genug angerichtet haben in der Vergangenheit) begleitet jeden Wanderer ein Guide (ganz unbemerkt fast wie ein Schatten läuft er leise hinter mir. Erklären kann er eh nix, weil er kein Englisch spricht). Ich genieße also ganz für mich! Die schönen Baum-Riesen mit ihren verschiedenen Bewachsungen, ein kleiner Wasserlauf, der immer wieder auch mal in Stufen fällt, dann ändert sich die Vegetation, mehr Unterholz, Lianen, Farne und plötzlich öffnet sich der Wald auf eine weitläufige Bergwiese (das Gras ist hier strohfarben, denn es ist auch Trockenzeit), die sich goldgelb bis zum Horizont erstreckt, hinter dem sich eine teils felsige Bergkette abzeichnet. Der Fernblick in die grau abgestuften Berghügel in unterschiedlichen Entfernungen und Höhen nimmt mich minutenlang gefangen. Soooo schön!

Am Horizont angelangt eröffnet sich der Blick über tiefe Abhänge weit ins Tal und auf die dahinterliegenden Bergketten. Atemberaubend! Nach einigen Hundert Höhenmetern beständigen Auf und Ab´s sind wir am höchsten Punkt des Trails angekommen. Welch ein Augenschmaus!

Nach einer ausgiebigen Verweilpause geht es am Grat entlang auf einem schmalen Pfad durch rotblühende Rhododendren stets mit Blick nach unten auf die felsigen Abgründe mit ausgetrockneten Wasserläufen und flechtenbewachsenen Baumkrüppeln in hochgeschossenen, goldgelb wogenden Wiesen. Ein kleiner Abstecher auf einen schmalen Grat ermöglicht den Ausblick auf die königlichen Pagoden – ein erhabener Anblick auf diese Tempel und ihre Gärten. Sie werde ich nachher noch genauer betrachten.

Nun scheint es zurück zu gehen, denn wir tauchen wieder ein in den Urwald mit seinen tausend kleinen Geräuschen – das Zirpen, Piepen, Quaken, Rascheln und Summen klingt wie ein Konzert in meinen Ohren (ganz nebenbei untermalt durch das Rauschen und Pulsen in meinen Ohren, denn ich gebe zu, die vielen Auf- und Abgänge, teils ganz schön steil, lassen meinen Kreislauf ordentlich in Schwung kommen). Wenn auch körperlich ko, so bin ich ganz und gar erfüllt von dieser meiner schönsten Wanderung!

Erholsam gestaltet sich die Besichtigung der beiden königlichen Pagoden dagegen aus… die eine Rosafarben (für die Königin), die andere in Brauntönen gehalten (für den König) stehen sie sich umgeben von prachtvoll blühenden Gärten auf zwei Hügeln gegenüber – verbunden durch hochherrschaftliche Treppenaufgänge. Auch hier nimmt mich vor allem der Duft der Blüten und der Blick in die Umgebung gefangen. Die Pagoden selbst sind mir zu wuchtig, beinahe grob (verglichen mit den kunstvollen Tempeln in Chiang Mai). Sie sollen eben herrschaftlich wirken in ihrer Marmorausprägung. Und wie immer: Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

Zum Abschluss meines Tagesausfluges geht es noch zum Wachirathan-Wasserfall am Fuße des Berges. Doch vorher halten wir noch an einem Bauernmarkt. Hier verkaufen die ansässigen Bergvölker ihr in den Tälern angebautes Obst und Gemüse. Eine wahre Pracht an Leckereien! Ich probiere mich durch und nehme Erdbeeren mit – zuckersüß und wundervoll im Geschmack! Hier sieht man schon, dass Chiang Mai eben eine touristische Stadt ist, denn die Bergvölker im Norden Thailands sehen anders aus. Sie haben andere Gesichtszüge (ähnlich zu den Shan People in Myanmar) und tragen eine eigene Tracht – bunt und bestickt und aus warmen Wollstoffen (ich schwitze hier immer noch bei etwa 24 Grad… den Einheimischen scheint eher kühl zu sein ;-).

Glücklich und erfüllt geht´s nach einem reichhaltigen Ausflugstag im Sonnenuntergangslicht zurück nach Chiang Mai.

 

Die nächste Woche … bis 28.2.

Ich bin hier schon wie zu Hause… Chiang Mai ist derzeit meine Heimat. Ich genieße es mit dem Rad durch die Gassen zu fahren, mich in Cafés zu setzen, ab und an einen Tempel zu besuchen. Wenn du ein wenig Kontemplation und Ruhe suchst, sind die Tempelareale perfekt. Bis auf das Klingklong der Glöckchen herrscht hier Ruhe pur inmitten des städtischen Treibens. Hier lässt es sich herrlich sinnen und besinnen… bei 200 Tempeln in der Stadt ist auch immer einer um´s Eck – meine perfekten 15 Minuten „blöd schauen“ ;-). Jeden Tag gönne ich mir ein Stück „Selbstführsorge“: eine Massage, Haare schneiden, Pediküre, am Markt Obst einkaufen für meinen Mittagsimbiss und an immer wieder neuen Cafés innehalten, Cappuccino kosten und das Treiben beobachten.

Nach meinen vormittäglichen Exkusionen in der Stadt mache ich mich an das Bearbeiten, Sortieren und Aufbereiten meiner Fotos und Texte für den Blog und bereite meine Fotobücher auf… im schattigen Garten des Hotels oder am Pool. Und genieße den Sprung ins kühle Wasser. An manchen Tagen habe ich nachmittags (also vormittags deutscher Zeit) Telefonate mit dem einen oder anderen meiner aktuellen Kunden. Und es macht total Spaß! Meine Gehirnwindungen schalten ganz schnell, erkennen, reflektieren – wie immer – ich habe also nix verlernt. Und es ist schön, weiter Teil zu haben an der Entwicklung der Vorhaben – auch aus der Ferne.

Abends wähle ich täglich eine andere Destination. Mal habe ich Lust auf mein Lieblingsplätzchen an der Sunday Walking Street, mal fahre ich zum Nightmarket (auch da gibt es einen Platz, den ich liebe mit Streetfoodständen und täglich wechselnden Live-Bands, die gute Stimmung machen!) oder ich treffe mich mit Kashi (aus Regensburg) bei Bill (der wunderbare kleine Pizzen macht) auf einen Plausch auf Bayrisch. Ob allein unterwegs oder in Gesellschaft… ich fühle mich soooo wohl hier in Chiang Mai!

Komme ich dann zurück ins Hotel bringe ich stets zwei Flaschen Bier mit – für den Absacker mit Tee Raa, einem jungen Typen an der Rezeption, der immer Spätschicht hat also die halbe Nacht hier ist, und mit dem ich mich angefreundet habe. Er erzählt mir über sein Leben, seine Arbeit, seine Träume, seine Ideen zum eigenen Business … Letzten Sonntag hat er mich auf einen Motorbike-Ausflug mitgenommen zu den heißen Quellen. Wir hatten Spaß und ich genoss die Fahrt durch die schöne Landschaft. Auf dem Rückweg sind wir bei ihm zu Hause eingekehrt (er musste sich umziehen für die Arbeit) und ich durfte Einblick nehmen in sein Häuschen seine Lebensumstände (die sicher vergleichsweise komfortabel sind!). Wohnraum, Schlafraum, Bad (etwa 25 qm alles zusammen; entsprechen Campingplatzniveau unterster Kategorie), Küche im Freien und das ganze auf einem Areal mit Freifläche drumrum und mehreren solcher Behausungen. Er ist happy!

 

Chiang Rai – ein Ausflug mit Folgen

Ich hatte viel vom Norden und dem Golden Triangle (das Drei-Länder-Eck Myanmar, Laos, Thailand – berühmt für den Opium-Anbau) gehört, die schönen Landschaften, den großen Fluß (der Mekong ist hier Lebensader und Grenzfluß in einem). Also hab ich mir einen Tagesausflug gebucht… ja, ja, ich wusste es auch vorher schon … das ist nix für mich! Touriprogramm volle Kanne. Und dennoch – ich war am weißen Tempel (mit zigtausend anderen Touristen), Im Longneck-Tribal und am Mekong, sogar bis nach Laos hab ich es geschafft auf dem Boot über den Mekong. Es war ein einziges Gehetze von einem Sightseeing zum anderen. Ich bin für so was zu langsam. „Again what learned“ – mach ich nicht mehr. Und damit war auch die Lust dort ein paar Tage zu verbringen dahin – ein andermal auf andere Art und Weise bestimmt gerne aber jetzt freue ich mich auf die noch folgende Woche in Chiang Mai!

 

Dschungel-Trecking und River Rafting

Noch einmal wage ich ein Abenteuer (ja, du lachst, aber das sind für mich körperliche Herausforderungen ;-). Am Donnerstag, 25.2. geht´s raus aus der Stadt für einen ganzen Tag Natur pur. Großartig!!!!! Genuss pur. Wir fahren im Truck in das Mae Taeng-River-Tal. Traumhaft schöne Landschaften umgeben uns. Wir, das sind Marta und ihr Freund, zwei weitere Mitwanderer, Thailänder, und unser Führer. Zuerst geht es zu einem Elefanten-Camp. Mir scheint das ganze Tal ist den Elefanten vorbehalten. Riesige Areale, auf denen sie frei rumlaufen, große Seen, der Fluss in denen sie baden, wäre da nicht die tropische Vegetation, ich käme mir vor wie in Afrika! UND ja, ich weiß, das ganze Thema Elefanten ist ein zweischneidiges. Viel wird darüber diskutiert, wie den mächtigen Tieren der Wille gebrochen wird, wie sie „missbraucht“ werden als Touristenattraktion usw. Ich kann dem Gedanken sehr wohl etwas abgewinnen. ABER – wie ist das dann mit den Büffeln oder Pferden. Die wollen wahrscheinlich auch nicht eingespannt werden oder geritten. Klar, dass Elefanten (und auch Rinder, Pferde oder auch Hühner) am liebsten frei in der Wildbahn leben ohne irgendwelche Domestizierungen. Aber es ist eben so. Und solange sie artgerecht gehalten werden (wie hier auf riesigen Flächen freilaufend und nicht in engen Käfigen oder angepflockt) kann ich damit leben, dass sie am Tag 3-4 Stunden Touris auf dem Buckel durch die Landschaft tragen. Das Thema ist vielschichtig und ich mag mich da jetzt auch nicht vertiefen.

Ich habe den Ausritt sehr genossen! Durch den Fluss, entlang des Ufers – eine kleine Runde hoch über dem Boden schaukeln (sind Elefanten eigentlich Passgänger? Es kam mir so vor, weil es stets rechts-links-Schwanken war; muss ich mal nachlesen…) und dem Tier ganz nah. Ab und an streckt der Elefant den Rüssel nach hinten zu dir hoch und erbettelt sich damit eine Banane, die er dann genüsslich in sein Mail stopft und mampft … sehr sympathisch ;-)

Im Anschluss geht´s zum Wandern durch den Dschungel – auch wieder an einem Flüsschen entlang. Die umliegenden Hügel strahlen in verschiedenen Grüntönen, Baumriesen ragen aus Bambuswäldern und anderen Baumtypen mit unterschiedlichstem Blattwerk – von regenschirmgroßen Blättern bis nadelartigen Fäden. Ich staune und fotografiere – und verpasse immer wieder den Anschluss an die Wandergruppe… macht nichts: ich hatte ja schon gesagt ich bin langsam ;-) Am Ende des Trails landen wir an einem Wasserfall mit kleinem Pool zum baden. Erfrischend klares Bergwasser nach dem schweißtreibenden Weg.

Zurück geht´s den gleichen Weg – zum Schluss durch eine Plantage von Pomelo-Bäumen. Wow – das sind Trümmer!

Nach einer kurzen Fahrt landen wir am Ableger für´s Riverrafting. Ganz ehrlich – ich hatte keine Idee, was mich erwartet, war ganz entspannt. OK, wir werden etwas nass, müssen 5 km paddeln – alles gut. Es sah vom Auto aus sehr entspannt aus………….. von wegen! An der ersten felsigen Engstelle kam ich schon an meine Grenzen: schnell die Seite in dem glitschigen, wackeligen Gummiboot wechseln, dabei das Ruder nicht verlieren, wieder zurück… phuuu. Da merkte ich dann doch meine (noch) 52 Jahre und eine gewisse Behäbigkeit ;-). Von wegen behände und schnell (was es eindeutig erfordert hätte). Bei der ersten ernstzunehmenden Stromschnelle war´s dann soweit. Marion über Board. Haha! Und ich hatte riesen Glück, dass ich nicht mit einem Felsen kollidiert bin… die Füße voraus trieb ich ein paar Meter die Stromschnelle hinunter wohlbedacht mich von den runden Felsbrocken abzustoßen um an einer ruhigeren Stelle zum stehen zu kommen. Und dann das Kommando des Bootsführer. „Quick, quick back into the boat!“ – haha, von wegen quick… hast du schon mal nen nassen Mehlsack sich schwungvoll aus dem Wasser in ein glitschiges Gummiboot hieven sehen. Na, dann hättest du dabei sein sollen ;-). Die Mannschaft hat mich reingezogen – sah sicher nicht sehr elegant aus…

Weiter den Fluss runter – und jetzt stets darauf bedacht mich mit den Füßen unterzuklemmen. Auch die Seitenwechsel klappten immer besser – ich entwickelte meine Technik. Nach etwa 4 km wurde der Fluss zu flach für´s Gummiboot und wir stiegen um auf ein Bambusfloß, auf dem wir stehend bis zum Endpunkt unserer River-Reise stehend dahinglitten. Ich habe das (für mich) Abenteuer sehr genossen!!! Mit den klasse Menschen und der Natur eins zu sein (ja – zumindest mit dem Wasser eindeutig).

(By the way: ich wollte mal Rafting machen in Österreich auf der Salzach. Da hatte man mich damals abgelehnt, da ich nicht in der Lage bin – bedingt durch die Rheumahände – mein eigenes Körpergewicht zu halten. Heute weiß ich, dass das die richtige Entscheidung war. In einem wilderen Fluss als dem Mae Taeng bei Niedrigwasser würde ich es selbst nicht mehr wagen. Wieder eine Grenze erkannt! Und Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich die Beste!)

Die letzten Tage sind angebrochen: am 29.2. fliege ich ab und weiter nach Peking. Ich freue mich auf 3 Wochen neue Erlebnisse in China!

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