Wenn einer eine Reise tut …

… sind kleine Helferlein an Bord unabdingbar!

Aaaalso ihr Lieben – man lernt nie aus… und ganz im Sinne der Sesamstraße:

„Tausend tolle Sachen,
die gibt es überall zu seh’n,
manchmal muss man fragen,
um sie zu versteh’n!

Der, die, das,
wer, wie, was,
wieso, weshalb, warum,
wer nicht fragt, bleibt dumm!“

 

Deshalb lass ich euch heute mal teilhaben an meiner Art die Reise zu begehen. Die ist sicherlich etwas anders als bei Budget-Reisenden oder Globetrottern mit unbegrenztem Zeitraum. Und weil ich ja schon ein wenig älter (und weiser) bin, hab ich ja auch so meine Vorstellungen ;-)

 

Suchen ist doof, Finden ist besser

In Myanmar war ganz schnell klar:

  • ich kann nicht mit den Leuten sprechen (Englisch ist nicht weit verbreitet)! Also erfahre ich nichts vom Land! Geht gar nicht. Da habe ich bereits sehr schnell von anderen Reisenden den Tipp bekommen: buche dir Pakete mit Guides. Gesagt – getan! Und ich habe ganz viele wunderbare Einblicke bekommen in Land und Leute.

Mein Helferlein: Khiri Travel – sie sind Spezialisten in Asien mit einem Angebot, das insbesondere Small Local Business unterstützt und gleichermaßen jenseits der allgemeinen touristischen Pfade Touren anbieten. So kam ich in Dörfer, wie dem Kayin Dorf, war in Reisfeldern paddeln oder konnte mich mit Hannah, einer jungen Frau in Kyaukme, ausführlich unterhalten über die Rolle der Frau in der Gesellschaft, Familienplanung, ihre Träume für die Zukunft, ihre Möglichkeiten, das Schulsystem usw.

 

In Thailand war´s schon einfacher, denn du kannst die Locals fragen. Mr. Non auf Kho Phangan, der Reiseagent im Laden neben meinem Bangkok-Hotel, der mich mit tausend Tipps und einer Karte losschickte, Tar, der Bruder von Mr. Non in Chiang Mai und dort vor allem auch Mr. Tee, der „Nachtwächter“ des Hotels, von dem ich beim nächtlichen Bier (das ich ihm immer mitbrachte) Ausflugs- und Ausgehtipps bekam und nicht zu vergessen, Kashi aus Regensburg, der hier alles kennt wie seine Westentasche als Weltreisender seit 1984!

 

Guter Schlaf ist (mir) wichtig!

Eine solche Reise kostet auch Kraft (besonders wenn wie in Myanmar die Transfers mit Bus und Bahn anstrengend sein können). Also – ich brauche meinen Schlaf als Kraftspender (ist übrigens daheim kein Stück anders). Deshalb ist es NICHT egal, wo du dein Haupt nieder bettest! Mir jedenfalls nicht:

  • ich brauche einen gewissen Komfort, ein gutes Bett und ein gestanden Maß an Sauberkeit (Luxustusse eben). Suchen und finden ist dabei ganz einfach mit meinen Helferlein, der Booking.com-App und der Arbnb-App

Manchmal – wenn ich länger an einem Ort war, habe ich auch nur 2 Nächte gebucht, mich dann umgesehen und die genau für mich passende Unterkunft live besucht und gebucht (siehe in Chiang Mai). OK, das ist etwas Aufwand – aber für eine längere Zeitspanne macht es für mich eben einen entscheidenden Unterschied: ich will mich „zu Hause“ fühlen.

Und nein, ich lese nicht auch noch Tripadvisor oder andere Bewertungsportale. Für mich „waste of time“ – in der Zeit mache ich lieber schon Planungen für meine Sightseeings.

 

Meine Reise, mein Wunschzettel

Im Vorfeld einer neuen Destination nehme ich mir Zeit meinen Aufenthalt dort zu gestalten. Ich lese permanent Blogs (und speichere mir eventuelle zukünftige Destinationen vorsorglich ;-), frage Mr. Google, ob der must do´s, schaue mir Stadt- oder Landkarten an um mich zu orientieren.

Inspiration:

  • ich habe mir ausgewählte Blogs abonniert und bekomme via Facebook immer wieder neue Ideen und Tips! Die richtigen Seiten in Facebook zu liken hilft da ungemein, alles andere habe ich abbestellt. Hier einige Beispiele
    • Thailand-Blog
    • Indonesien-Blog
    • Bangkok-Blog
    • Entdecke die Welt
    • Seiten von Digitalen Nomaden, wie Pink Compass von Carina Herrmann oder Solo-Travel oder Planet Backpack von Conni Biesalski
  • Hilfreich sind auch im Vorfeld Rundreise-Anbieter-Seiten, z.B. Erlebe Fernreisen oder Khiri Travel oder Hidden Places Travel (neeein – nicht Neckermann, Meiers Fernreisen oder Tui ;-)). Sie haben fertige Rundreisen „off the path“ zu Hauf und du kannst dich wunderbar inspirieren lassen (und dir Appetit holen über die mögliche nächste Destination wie bei mir geschehen… ich sah die Bilder der Reisterrassen und Karstberge in Guilin im Süden Chinas … und habe mich für eine Rundreise in China mit Erlebe Fernreisen entschieden!)
  • Jede Stadt, jedes Land hat eine eigene Touristische Seite mit den Sightseeing-Highlights. Da gehe ich natürlich auch noch drüber und
  • dann schaue ich noch ein wenig per Google, was andere Reisenden an der Location empfehlen.

Aber das allerbeste und wichtigste! „Mach´s Maul auf“ und rede mit anderen Reisenden, frage sie, wo sie waren, was sie erlebt haben, was sie empfehlen! Das hat – na klar – zwei Vorteile: du lernst Menschen kennen, kommst ins Gespräch UND bekommst unglaublich wertvolle, authentische Tipps für denen Trip!

 

Orientierung:

Für mich ist es stets ein Gewinn, wenn ich mich „zurecht“ finde. Stadtpläne, Landkarten, Übersichten, wo was ist, Routenplaner sind da für mich ein Schatz. Neben Google Maps habe ich – weil ja nicht immer Wifi im Zugriff – eine Neuentdeckung. Nicht mehr wegzudenken!

  • Auf dem ersten Drittel meiner Reise traf ich Jana aus Wien. Sie hatte eine wunderbare App auf ihrem Handy. Bei nächster (Wifi-) Gelegenheit – ich auch: Maps.me

Hier kann ich mir Länderkarten einmalig runterladen und habe sie dann egal wo und wann offline zur Verfügung, kann Routen planen, Stecknadeln setzen, meine Reise verfolgen, z.B. im Bus, weiß wie weit es noch ist (und wie lange es noch dauert ;-) – auch so manches mal von Vorteil) bis zum Bestimmungspunkt. Und ich nähre meinen Orientierungssinn: „ahh, es geht Richtung Norden, gleich biegen wir ab nach Westen…“

Unersetzlich auch in Städten, wenn ich per Rad wieder mal in einem weiter entfernten Viertel bin und nachts in der Dunkelheit zurückradle. Meist fahre ich erstmal nach Intuition, dann irgendwann merke ich – huch, hier kennst du dich nicht aus. Maps.me angeworfen und ich werde sicher zurück geleitet an meinen Bestimmungsort. Hilfreich war sie auch schon für Tuktuk-Fahrer, denen ich dann die Route anzeigen konnte, wo meine Unterkunft ist. Denn – die Hotels kennt hier keiner! Du solltest immer selbst wissen, wie du da hin kommst sonst bist du aufgeschmissen. (Ich habe auch immer eine Visitenkarte des Hotels dabei, auf deren Rückseite meist ein kleiner Anfahrtsplan abgedruckt ist; die kann ich dem Fahrer dann zeigen und er orientiert sich daran).

 

Verkehrsverbindungen

Ich bin ja zumeist im Flieger unterwegs (von einem Land zum anderen). Und klar, Flüge buche ich online. Die Suchmaschinen sind mannigfach, ich nutze immer mindestens zwei um einen Vergleich zu haben. Je nach Destination schaue ich auch mal direkt bei einer Airline (z.B. Air Asia, Bangkok Air). Die meistgenutzen derzeit von mir:

Faircompare.com und Skyscanner.com

Ich habe aber auch schon über Flüge.de gebucht.

e-Tickets werden als pdf aufs Handy gespeichert und Check-in mache ich am Flughafen am Automaten.

Von Erlebe Fernreisen habe ich noch den Tip den Flug vorab zu checken (zwecks möglichen Verspätungen oder Verschiebungen) über Checkmytrip.com. Geht ganz einfach mit dem Buchungscode und dem Nachnamen.

Bus und Zugtickets hole ich mir in den lokalen Shops, die helfen dann übrigens auch mit einem Bringservice, dass du den richtigen Bus nimmst ;-))

 

Verständigung und Verständnis

Höflichkeit macht Türen auf! Zur Höflichkeit zählt bei mir jeweils auch ein paar wichtige Worte der Landessprache zu kennen und zu können. Nun hilft da klar ein Übersetzungsprogramm wie leo.org oder so. ABER – wie ist dann die richtige Aussprache? Auch hier habe ich von einem Mitreisenden (Arnd von Kho Phangan) einen Tipp bekommen: die Google-Übersetzer-App. Da sprichst du das Wort rein, dann wird es dir vorgesagt in der Landessprache und du kannst die Aussprache üben (allein die Übersetzung in thailändische Kringelschrift hätte mich ja nicht gerade weitergebracht ;-). Hat allerdings den Haken: braucht W-Lan, was in Thailand kein Thema ist (Wifi in allen Kneipen), in Myanmar schon schwieriger war. Doch da hilft mein letztes Gadget:

 

Immer online – auch jenseits verfügbarer Wifis

Und zwar mit meinem Zweithandy und einer lokalen SIM-Karte. Ich habe mein altes iPhone dabei, in das ich stets gleich am ersten Tag eine lokale Sim-Karte einlegen und aktivieren lasse. Dieses Handy nutze ich dann als Hotspot für den Computer oder das deutsche Handy, auf dem ich auch meine Mails checke oder meinen WhatsApp-Gruppen und Kontakten kleine Lebenszeichen, Fotos und Erlebniserzählungen schicke.

Ja, ja – wirst du jetzt sagen – die Krankheit des immer Online-Seins. Für mich ist das eine Notwendigkeit! Ich habe meine Wurzeln in München (und auch anderen Städten) bei meinen Freunden, meiner Familie, meinen Lieblingskunden und -kollegen. Diese Verbindung ist für mich sehr wichtig, weil Herzensverbindung! Deshalb – ja, ich gestehe – bin ich oft online, auch auf Facebook, schreibe Messages, plaudere so ein wenig mit diesen und jenen Kontakten… und es ist immer wieder schön, das Teilhaben und „Mitreisen“ meiner lieben näheren und weiteren Verbundenen zu spüren. Danke euch dafür!

WhatsApp:

Hier habe ich a) eine Fotogruppe meiner engsten Verbunden, in die ich meine Erlebnis-Bilder poste (als reinen One-Way-Kanal), b) meine Einzelchats mit meinen Freunden und c) Terminabsprachen, kurze Inputs und Telefonate mit meinen lieben Kunden. Klappt wunderbar, kostet nichts. (Bei Skype kommt es sehr auf die Wifi-Qualität an).

Facebook:

Ich baue Kollagen aus den Fotos einer Destination und poste sie mit ein wenig Text des Erlebten. Was mich total freut ist, dass ich Menschen (vor allem auch Frauen), damit Lust und Mut mache, ihre Grenzen zu überdenken und das Wagnis einer großen Reise alleine oder einer gar längeren Auszeit ernsthaft in Betracht zu ziehen! Ich bekomme viel positives Feedback und freue mich sehr inspirieren zu dürfen und Lust zu machen! Danke für eure Kommentare und Nachrichten zu meinen FB-Posts!

Blog:

My Blog is my Castle – ja eigentlich schreibe ich ihn vor allem für mich! Und weil ich es versprochen habe, natürlich auch für euch ;-) – und dass ich es versprochen habe hilft mir, mich täglich hinzusetzen und meine Erlebnisse in meinem Online-Tagebuch festzuhalten. So ist es für die Ewigkeit gebannt! Und wenn ich einmal im Alter in meinem Schaukelstuhl sitze, kann ich dank Mitschrieb und Fotobuch jede Reise noch einmal erleben.

Fotobuch:

Schon immer habe ich von jeder Reise ein Fotobuch gemacht – im Nachhinein. Das habe ich jetzt effizienter gestaltet. Ich mache es gleich. Ein zweiter Vorteil davon ist, dass ich nicht mehr wie noch letztes Jahr in Skandinavien die Fotos einzeln erst klein rechnen (ich nutze hierfür iResize) und dann auf den Blog hochladen brauche (das ist hier bei den Uploadraten auch eher nervig).

Das Fotobuch (ich verwende das von Apple – auch schon immer), drucke ich dann als pdf, verringere die Auflösung durch kleiner speichern im Acrobat und lade es als Flipbook komplett auf Issuu.com. Dort kopiere ich mir den Java-Script-Code für das Einbinden in die Blogseite. Fertig. Meine Texte werden so bildlich ergänzt durch das Flipbook aus Issuu und mein Fotobuch ist auch schon bestellbereit für die Offline-Produktion so richtig traditionell mit Einband und vielen bunten Papierseiten!

 

In diesem Sinne – digitale Helferlein machen das Leben leichter und analoge Kommunikation das Erleben bunt und vielseitig!

„Tausend tolle Sachen,
die gibt es überall zu seh’n,
manchmal muss man fragen,
um sie zu versteh’n!

Der, die, das,
wer, wie, was,
wieso, weshalb, warum,
wer nicht fragt, bleibt dumm!“

 

P.S. Etwas ist mir grad noch eingefallen … dank dir Erich für die „Heimatfilme“ auf der Sicherungsfestplatte! Großartig hie und da mal bayrischen Slang in typischen Serien zu gucken… die Hausmeisterin: G´schichten aus Haidhausen z.B. oder der ewigen Stenz und Irgendwie uns Sowieso. So kommt Heimweh gar nicht erst auf! ;-)

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3 Antworten

  1. Marion Lang sagt:

    Noch ein kleiner Nachtrag: Habe mir WhatsApp auf meinen Laptop geladen (unter Einstellungen WhatsApp Web). Ist ganz einfach und macht das Handling mit den Lieben zu Hause sehr viel einfacher! (Zumindest, wenn man krumme Finger hat und lieber mit der PC Tastatur schreib – wie ich ;-))

  2. Liebe Marion, ein lieber Gedanke fliegt nun viiiele Kilometer zu dir um die Welt, sendet dir die gaaanz liebe Geburtstagswünsche. Lass es dir gut gehen bei deiner Sammlung von Eindrücken, guten Gesprächen, Bildern im Herzen und schönen Momenten. Alles Liebe von Annette